Vor allem um die Ehre geht es im Gemeindederby zwischen dem SV Südkirchenund dem SC Capelle. Am Ende triumphiert die Sahin-Elf hochverdient.
Der SV Südkirchen hat sich im Gemeindederby am Mittwochabend verdient gegen den SC Capelle durchgesetzt. Dem scheidenden Trainer Deniz Sahin bereitete das Team so ein ganz besonderes Geschenk kurz vor dem Abschied. Außerdem siegte zum ersten Mal seit Oktober 2023 wieder ein Heimteam im Klassiker.
Nach einem eher gemächlichen Start meldete sich der SC Capelle nach sechs Minuten in Person von Alexander Küper vor dem Südkirchener Tor an. Der Schlaks im SCC-Sturm traf jedoch nur die Latte – und musste bittererweise nach nur einer Viertelstunde bereits verletzt ausgewechselt werden.
Die Gäste kontrollierten zunächst die Partie, bis Südkirchen nach etwa 20 Minuten aufwachte. Marc Eggenstein setzte einen Kopfball nach Ecke an die Latte (20.), Robin Schulz zielte nur knapp rechts vorbei (22.) und wieder Eggenstein war wohl von den Freiheiten, die ihm die SCC-Abwehr überließ, so überrascht, dass er aus bester Position den Ball links neben das Tor legte (25.).
Capelle kam in dieser Zeit kaum mehr nach vorne, Südkirchen konnte die leichte Überlegenheit aber nicht in Zählbares ummünzen. In der 36. Minute war dann wieder der SCC am Zug. Oliver Eckey wurde gut freigespielt, scheiterte jedoch an Heimkeeper Yannik Fitzthum. Das torlose Remis zur Pause war durchaus gerechtfertigt.
Nach dem Seitenwechsel ergriff diesmal zuerst Südkirchen die Initiative und wurde belohnt. Einen Freistoß von Julian Rohlmann wehrte Torwart Lukas Schulze Kersting nach links ab. Dort schnappte sich Fernando Manfredi außerhalb des Strafraums den Ball und hob ihn mit links perfekt ins lange Eck (56.). Ob er eigentlich eine Flanke geplant hatte, sei mal dahingestellt.
Nachdem die Partie dann zunächst wieder verflachte, war in der 71. Minute Eggenstein mit dem 2:0 für Südkirchen zur Stelle. Bei einem Flankenball stand er allein im Capeller Strafraum, köpfte das Spielgerät Richtung Tor, wo Schulze Kersting es durchrutschen ließ.
Nur eine Minute später hätte Manfredi erhöhen müssen, verzettelte sich aber beim Umkurven des Keepers und zielte schließlich zu hoch (72.).
Von Capelle kam jetzt so gut wie nichts mehr, stattdessen drängte der SVS auf die endgültige Entscheidung. Till Hagemann verpasste sie noch, aber Hinspiel-Held Marco Scharmann hatte mit seinem trockenen Abschluss zum 3:0 in der Nachspielzeit (90.+2) das letzte Wort.
„Die ersten fünf Minuten waren wir gut im Spiel, bis zu unserem Lattentreffer. Spätestens nach zehn Minuten war dann aber ein Bruch im Spiel“, analysierte SCC-Coach Tobias Temmann nach der Partie. „Dann war Südkirchen bis zum Ende die klar bessere Mannschaft. Bei uns hat es heute an allen Ecken und Enden für ein Derby gefehlt. Wir hätten noch zehn Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen.“
Ganz anders die Stimmungslage natürlich bei seinem Gegenüber Deniz Sahin: „Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass das wohl für längere Zeit mein letztes Derby sein wird, und dass ich es gerne gewinnen würde. Damit haben sie mir heute eine Freude bereitet“, sagte der Coach. „Es war ein verdienter Sieg. Wir sind mit Capelles Lattentreffer aufgewacht und waren danach spielbestimmend.“
(Quelle:Ruhrnachrichten)
SC Capelle gewinnt 5:1 gegen SV Herbern III
Früher Elfmeter als Dosenöffner: Capelle nutzt seine Chancen konsequent und lässt Schlusslicht Herbern III kaum eine Chance.
Der SC Capelle hat in der Kreisliga B3 Münster einen souveränen 5:1-Heimsieg gegen SV Herbern III eingefahren. Gegen das Schlusslicht hatte der SC keine große Mühe.
Kreisliga B3 Münster SC Capelle - SV Herbern III
5:1 (3:0)
Die Führung fiel in der 31. Minute durch einen Handelfmeter, den Simon Walter verwandelte. „Ich hätte den Elfmeter nicht gepfiffen“, meinte Capelles Co-Trainer Alexander Sudholt, „aber vielleicht pfeift er den, weil er uns vorher ein Tor wegen Abseits aberkannt hat.“ In der Folge spielte Capelle seine Angriffe konsequent aus und erhöhte durch Sinan Kixmöller (33.) und erneut Walter (45.) noch vor der Pause auf 3:0.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Capelle spielbestimmend. Simon Daugsch (62.) und Alexander Küper (69.) sorgten mit gut herausgespielten Treffern für klare Verhältnisse. Der Ehrentreffer für Herbern fiel in der 84. Minute durch Yannick Harhoff nach gutem Pressing und einem Abpraller.
Herberns Spielertrainer Jannik Schwertmann ordnete die Partie ein: „Capelle ist aktuell gut in Form, das hat man gesehen. Wir hatten einen geschwächten Kader, haben uns aber nicht schlecht verkauft.“ Sudholt ergänzte: „Wir waren spielbestimmend, hatten auch zwei Pfostenschüsse. Im letzten Drittel waren wir noch zu unsauber, aber insgesamt sind wir zufrieden.“
(Quelle:Ruhrnachrichten)
SC Capelle verliert knapp mit 2:3
Der SC Capelle ist die bessere Mannschaft, verliert allerdings dennoch knapp gegen DJK Borussia Münster III.
Der SC Capelle hat in der Kreisliga B3 Münster trotz einer engagierten Vorstellung eine knappe 2:3- Heimniederlage gegen Borussia Münster III hinnehmen müssen.
Kreisliga B3 Münster SC Capelle - DJK Borussia Münster III
2:3 (1:2)
Dabei erwischten die Gastgeber einen denkbar schlechten Start und gerieten früh in Rückstand. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld und einer unübersichtlichen Situation im Strafraum fiel bereits in der 2. Minute das 0:1. Capelle zeigte jedoch eine schnelle Reaktion: Nach einer Ecke glich Ole Quante per Kopf zum 1:1 aus (10.).
In der Folge übernahm Capelle die Spielkontrolle und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt. „Zur Halbzeit müssen wir eigentlich 4:1 oder 5:1 führen“, ärgerte sich Trainer Tobias Temmann. Stattdessen ereilte den SCC erneut nach einer Flanke aus dem Halbfeld das 1:2 (35.).
Kurz nach der Pause wurde es noch bitterer: Ein umstrittener Handelfmeter führte zum 1:3 (48.), wobei der Ball über die Latte an den Rücken von Keeper Schulze Kersting und von dort ins Tor sprang. Temmann wollte die Szene nicht kommentieren.
Capelle steckte jedoch nicht auf und kam durch Sinan Kixmöller noch einmal auf 2:3 heran (86.). In der Schlussphase schien sogar der Ausgleich zu fallen, doch der Schiedsrichter sah einen Ball knapp nicht hinter der Linie. „Wir waren klar die bessere Mannschaft. Da war heute deutlich mehr drin“, so Temmann.